Als Frohnau noch einen Riesen hatte | Fast so hoch wie der Fernsehturm

Richtfunkmast

Wer früher aus den höheren Etagen des Märkischen Viertels in Richtung Norden schaute, konnte einen fast 359 Meter hohen Mast über den Baumwipfeln entdecken. Es war der Richtfunkmast in Berlin Frohnau, eines der höchsten Bauwerke Deutschlands. Unser Leser Reinhard Korsch hat ihn im Jahr 2004 fotografiert und uns seine Aufnahmen aus dieser Zeit zur Verfügung gestellt.

Damals waren vom Märkischen Viertel aus gleich zwei der höchsten Bauwerke Deutschlands zu sehen. In Richtung Südosten stand der 368 Meter hohe Fernsehturm am Alexanderplatz, im Nordwesten der 358,6 Meter hohe Richtfunkmast in Frohnau.

Der Ende der 1970er Jahre errichtete Mast hatte eine wichtige Aufgabe. Während der deutschen Teilung ermöglichte er die Übertragung von Telefongesprächen zwischen Westberlin und der Bundesrepublik. Mit der Wiedervereinigung und dem Ausbau der Glasfasernetze verlor die Anlage ihre ursprüngliche Bedeutung.

Am 8. Februar 2009 wurde der Mast schließlich gesprengt. Seitdem fehlt dieses Bauwerk am nördlichen Berliner Horizont.

Ein herzliches Dankeschön an Reinhard Korsch für diese historischen Aufnahmen aus dem Jahr 2004. Sie erinnern an einen Anblick, der über Jahrzehnte zum Märkischen Viertel gehörte und heute nicht mehr existiert.

Hier gibt es zusätzlich eine historische Dokumentation der Deutschen Funkturm GmbH: https://www.richtfunkmast-frohnau.de/videos/video-der-dfmg-zur-sprengung-des-richtfunkmastes-frohnau/?cid=DE551O1&utm_source=chatgpt.com

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