Die Fotos in diesem Beitrag haben uns 2018 aus dem Märkischen Viertel erreicht. Sie zeigen den Mond über den Häusern, mal klein über den Dächern, mal näher herangeholt. Auf einigen Bildern ist ein rötlicher Mond zu sehen, auf anderen bleibt ein heller Teil sichtbar.
So kann eine Mondfinsternis aussehen. Der Mond verändert sich dabei nicht auf einmal, sondern über mehrere Stunden. Wenn nur ein Teil des Mondes im Kernschatten der Erde liegt, bleibt ein heller Bereich sichtbar. Wenn der Mond vollständig im Kernschatten liegt, kann er rot bis kupferfarben erscheinen. Er verschwindet also nicht einfach vom Himmel.




Die Fotos stammen von der Mondfinsternis am 27. Juli 2018. Das war in Berlin eine totale Mondfinsternis. Die Fotos zeigen trotzdem eine Phase, in der der Mond nur teilweise vom Erdschatten bedeckt war.
Jetzt steht wieder eine Mondfinsternis an. Am Freitag, 28. August 2026, ist sie auch in Berlin zu sehen. Diesmal ist es keine totale Mondfinsternis, sondern eine tiefe partielle Mondfinsternis. Beim Höhepunkt liegen nach Angaben der Stiftung Planetarium Berlin 96,2 Prozent der Mondfläche im Erdschatten.
In Berlin beginnt die Finsternis gegen 03:22 Uhr mit dem Eintritt in den Halbschatten. Dieser Teil ist oft schwer zu erkennen. Ab etwa 04:34 Uhr erreicht der Kernschatten den Mond. Dann wird sichtbar, dass sich ein Teil der Mondscheibe verdunkelt. Die größte Verfinsterung ist gegen 06:13 Uhr erreicht. Kurz danach geht der Mond in Berlin unter.
Wer sie aus dem Märkischen Viertel sehen möchte, braucht freie Sicht nach Südwesten und später nach Westsüdwesten. Praktisch heißt das: eher in Richtung Wittenau und weiter Richtung Rathaus Reinickendorf schauen. Eine höhere Etage, ein Balkon oder ein Fenster mit freiem Blick können helfen. Gebäude stehen bei so niedrigem Mond schnell im Sichtfeld.
Auch von der Lübarser Höhe kann die Sicht schwierig sein, weil das Märkische Viertel in der Blickrichtung davor liegt. Entscheidend ist deshalb nicht nur ein erhöhter Standort, sondern vor allem ein freier Blick zum Horizont.
Ganz wie 2018 wird es diesmal nicht aussehen. Damals war der Mond zeitweise vollständig im Kernschatten. 2026 bleibt ein kleiner Teil außerhalb dieses Schattens. Trotzdem können sich die Bilder ähneln, weil auch bei einer partiellen Mondfinsternis rötliche Bereiche sichtbar werden können.
