Am Abend des 22. April lohnt sich ein Blick in den Himmel über dem Märkischen Viertel. Dann erreicht der jährliche Meteorschauer der Lyriden seinen Höhepunkt. Unter guten Bedingungen sind mehrere Sternschnuppen pro Stunde zu sehen.
Die Lyriden gehören zu den ältesten bekannten Meteorschauern. Sie entstehen, wenn die Erde die Staubspur des Kometen Thatcher durchquert. Die Teilchen verglühen in der Atmosphäre und erscheinen als kurze Lichtstreifen am Himmel.
Wann du schauen solltest
Für Berlin und damit auch das Märkische Viertel liegt das erwartete Maximum am Mittwoch, 22. April, gegen 21.40 Uhr.
Gute Beobachtungszeiten sind:
- 21:30 Uhr bis etwa 02:30 Uhr in der Nacht zum 23. April
- Besonders lohnend ab etwa 22:30 Uhr
- Die Stunden nach Mitternacht bieten meist die beste Sicht
Auch wenn der genaue Höhepunkt nur kurz ist, lohnt es sich, über einen längeren Zeitraum draußen zu bleiben.
Wohin du schauen musst
Die Sternschnuppen scheinen aus dem Sternbild Leier zu kommen. Orientierungspunkt ist der helle Stern Wega.
So findest du die Richtung:
- Blick nach Osten bis Nordosten
- Die Leier steigt ab etwa 20:30 Uhr über den Horizont
- In der Nacht wandert sie höher nach oben
Wichtig ist: Die Meteore können überall am Himmel auftauchen. Es bringt also mehr, möglichst viel freien Himmel zu sehen, statt nur auf einen Punkt zu schauen.
Was du im Märkischen Viertel beachten solltest
Die größte Einschränkung ist das Licht der Stadt. Straßenlaternen, Häuser und beleuchtete Wege machen schwächere Sternschnuppen unsichtbar.
Geeignete Orte im und am Märkischen Viertel sind:
- offene Flächen im Seggeluchbecken
- der Bereich rund um den Freizeitpark Lübars / oben auf dem Müllberg (Lübarser Höhe)
- Felder Richtung Blankenfelde
- generell Orte mit möglichst freiem Blick und wenig direkter Beleuchtung
Wenn möglich, suche dir einen Platz am Rand des Viertels oder mit Blick ins Dunklere.
Tipps für die Beobachtung
- Bleib mindestens 20 Minuten an einem dunkleren Ort, damit sich deine Augen anpassen
- Vermeide Handylicht in dieser Zeit
- Nimm dir eine Decke oder einen Stuhl mit
- Plane mindestens eine Stunde ein
Im Durchschnitt sind etwa 15 bis 20 Meteore pro Stunde möglich. In einzelnen Phasen können es auch mehr sein, das lässt sich aber nicht vorhersagen.
Ein kurzer Hinweis zum Mond
Der Mond ist in dieser Zeit nur teilweise beleuchtet und stört die Sicht weniger stark als bei Vollmond. Wenn du ihn hinter Gebäuden oder Bäumen ausblendest, verbessert sich die Sicht zusätzlich.
Die Lyriden sind nicht der stärkste Meteorschauer des Jahres, aber einer der zuverlässigeren im Frühjahr. Für viele ist es die erste Gelegenheit nach dem Winter, wieder gezielt in den Nachthimmel zu schauen. Im Märkischen Viertel braucht es dafür etwas Geduld und einen passenden Ort. Wer sich die Zeit nimmt, hat aber gute Chancen, einige Sternschnuppen zu sehen.
