Die folgenden Fotos zeigen einen Ausschnitt der Modernisierung im Märkischen Viertel, nicht die gesamte Sanierung des Viertels. Zu sehen ist die sogenannte Wohnhausgruppe 910 mit Gebäuden am Dannenwalder Weg, an der Tiefenseer Straße, an der Treuenbrietzener Straße und am Wilhelmsruher Damm. Die Häuser wurden 1968 und 1969 nach Plänen des Schweizer Architekten Ernst Gisel fertiggestellt. Zwischen Frühjahr 2012 und Sommer 2014 wurden die Gebäude umfassend modernisiert.
Zur Wohnhausgruppe gehören 1746 Wohnungen, 42 Hauseingänge und mehrere Gebäude mit bis zu 15 Geschossen. Im Zuge der Arbeiten wurden unter anderem Fassaden gedämmt, Dächer instandgesetzt, Loggien überarbeitet, Eingangsbereiche verändert, Stränge erneuert, Bäder modernisiert und die Heizungsanlage umgebaut. Die Fotos zeigen einzelne Stationen dieser Zeit am Wilhelmsruher Damm und am Dannenwalder Weg. Heute, im Jahr 2026, ist vieles davon längst Teil des gewohnten Bildes im Viertel. Gerade deshalb lohnt sich der Blick auf die Zwischenstände von damals.
Das linke Foto wurde vor 14 Jahren von Leser Rainer Hoffmann vom Wilhelmsruher Damm aus aufgenommen, vermutlich aus der Hausnummer 111 oder 113. Es zeigt die Wohnhäuser am Dannenwalder Weg, so wie die Fassaden damals noch vor der Modernisierung zu sehen waren. Fast mittig im Bild ist an einer Fassade eine weiße Probefläche zu erkennen. Dort wurden bereits einzelne Balkone und Fensterbereiche einbezogen, um zu zeigen, wie die künftige Fassadengestaltung aussehen könnte. Danke an Rainer Hoffmann für das Foto und den Blick zurück ins Märkische Viertel des Jahres 2012.
Hier ist derselbe Fassadenbereich nach der Modernisierung zu sehen. Die frühere Probefläche in der Mitte des Gebäudes ist nicht mehr als einzelner Abschnitt erkennbar, sondern Teil der fertig ausgeführten Gestaltung geworden. Damit zeigt das Foto, wie aus dem damaligen Teststück die spätere Fassadenlösung für das gesamte Haus wurde.Eine Nahaufnahme der alten Fassade vor der Modernisierung. Die Außenwand bestand aus vielen kleinformatigen Keramikplatten, die dem Gebäude sein damaliges Erscheinungsbild gaben. Neben den roten Fensterrahmen gehörte diese kleinteilige Oberfläche zu den sichtbaren Merkmalen der Wohnhausgruppe 910 vor der Sanierung. Später wurde sie durch die neue, glattere Fassadengestaltung ersetzt.Während der Modernisierung wurden die Briefkästen zeitweise vor das Haus verlegt. Auf dem Foto ist zu sehen, wie der Zugang zum Gebäude weiter genutzt wurde, obwohl im Umfeld bereits Bauarbeiten liefen und Material bereitstand. Am Wilhelmsruher Damm 81 bis 91 waren die Arbeiten zur Fassadenmodernisierung bereits deutlich sichtbar. Das Gebäude war eingerüstet, an mehreren Stellen waren die alten Fassadenbereiche noch zu erkennen, während andere Abschnitte schon vorbereitet oder erneuert wurden. Die Fotos zeigen einen Zwischenstand der Sanierung im Jahr 2012 und machen nachvollziehbar, wie sich das Erscheinungsbild der Wohnhausgruppe Schritt für Schritt verändert hat.Zum Abschluss ein Blick ins Jahr 2025/2026. Die Fassade am Wilhelmsruher Damm ist seit Jahren Teil des gewohnten Bildes im Märkischen Viertel. Die gedämmten Außenflächen, farbigen Loggien und roten Fensterrahmen prägen heute den Abschnitt, der auf den älteren Fotos noch als Baustelle, Probefläche oder provisorische Lösung zu sehen war. Gerade im Vergleich wird sichtbar, wie stark sich das Erscheinungsbild dieses Bereichs seit der Modernisierung verändert hat.
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