suppenfest

Suppe probieren, Musik hören und unterwegs Nachbarn treffen. Beim ersten Suppenfest im Märkischen Viertel am Samstag, dem 26. September 2026, gab es gleich mehrere Anlaufstellen. Einrichtungen im Viertel hatten ihre Töpfe gefüllt und luden dazu ein, auch die anderen Stationen zu besuchen. Wer wollte, konnte einen Teil des Weges mit der Kutsche oder einer Rikscha zurücklegen.

Vor dem Fontane-Haus war bereits zu Beginn viel los. Zum Bühnenprogramm kamen die ersten Portionen Suppe auf den Tisch und auf den Stempelkarten sammelten sich die ersten Stempel. Die Karten begleiteten die Besucher durch den Tag. Mit dem Besuch mehrerer Stationen konnten sie sich an der späteren Verlosung beteiligen.

Auch die Bands wechselten im Laufe des Festes ihre Auftrittsorte und spielten an verschiedenen Stationen. So verteilte sich das Programm über das Viertel.

Beim Alloheim am Senftenberger Ring gab es Soljanka, eine Feuerschale und Musik. Nach und nach kamen weitere Gäste dazu. Manche setzten sich zum Essen und Erzählen, andere machten sich nach ihrer Kostprobe auf den Weg zur nächsten Suppe. Kutsche und Rikschas brachten im Tagesverlauf immer wieder Besucher zu den Stationen.

Im Innenhof am Wilhelmsruher Damm 124 wurde ebenfalls gemeinsam gegessen. Menschen verschiedenen Alters kamen zusammen. Wer das Seniorenwohnhaus am Senftenberger Ring 12 besuchte, konnte seine Suppe mit Blick über das Märkische Viertel und Berlin genießen. Gefeiert wurde oben im Wohnhaus. Zu Borschtsch gab es Musik und Tanz. Neben den älteren Bewohnern kamen auch jüngere Gäste vorbei und nahmen an dieser Station an der Suppenrallye teil.

Auf dem Abenteuerspielplatz „Steinacker“ am Senftenberger Ring 23 standen die im Viertel bekannte Ackersuppe und Lagerfeuer auf dem Programm. Das Stadtteilzentrum im Ribbeck-Haus empfing die Besucher im Garten. Auch hier wurde Suppe ausgeschenkt, bevor es für viele weiter zur nächsten Station ging.

Am Abend kamen viele Besucher zum gemeinsamen Abschluss am Fontane-Haus zusammen. Die Box mit den abgegebenen Stempelkarten war gut gefüllt. Auf der Bühne wurden die Preise der Suppenrallye verlost. Außerdem wurde das Suppenbild versteigert, das bereits auf den Plakaten zum Fest zu sehen gewesen war.

Bei der Verlosung gab es einen Zufall, der für die Beteiligten wohl in Erinnerung bleiben dürfte. Ein Kind durfte auf der Bühne in die Losbox greifen und zog ausgerechnet ihr eigenes Los.

Auch die Entscheidung über die Gewinnersuppe fiel beim Abschluss. Eine Jury hatte die Suppen an den Stationen probiert und entschied sich für eine afrikanische Suppe.

Hinter diesem Tag standen viele Menschen aus Einrichtungen, Gruppen und der Nachbarschaft, die gemeinsam das erste Suppenfest möglich gemacht haben. Ihr Einsatz brachte Besucher an Orte im Viertel, die im Alltag vielleicht nicht auf ihrem Weg liegen.

Gerade darin liegt etwas, das über einen einzelnen Festtag hinausreichen kann. Wer einmal gemeinsam am Tisch gesessen hat, begegnet sich beim nächsten Mal vielleicht schon als Bekannter.


Zum Schluss möchten wir Viertelreporter Danke sagen. Wir haben das Fest nur mit Öffentlichkeitsarbeit begleitet. Die Idee dazu hatte Daniel Golme. Ihm sowie Melly, Janey, Sven, Dolf, Jonas und Julia gilt unser besonderer Dank. Menschen aus der Nachbarschaft, die ihre Zeit eingebracht, gemeinsam organisiert und dieses Fest möglich gemacht haben.

Ihr habt gezeigt, was entstehen kann, wenn Menschen an ihre Idee glauben und bereit sind, dafür zu arbeiten. Für das Viertel ist das mehr als ein gelungener Tag. Es ist eine Ermutigung, den eigenen Ideen etwas zuzutrauen.

ByLux

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