Immer dienstags und donnerstags von 10 bis 16 Uhr (und jedem letzten Samstag im Monat) sind die Türen geöffnet und laden ein, die künstlerischen Arbeiten von Bewohnern des Viertels zu entdecken.
Am 29. August 2025 eröffnete die Ausstellung „MV KANN KUNST“ im ehemaligen Partyland im Märkischen Zentrum. Bis zum 30.4.2026 werden dort Werke aus der Nachbarschaft gezeigt, Malerei, Fotografie, Skulpturen und vieles mehr. Mitgewirkt haben zahlreiche Einrichtungen und Initiativen aus dem Märkischen Viertel, darunter das Netzwerk Märkisches Viertel, FACE-Familienzentrum, BENN im MV, die GESOBAU AG, Albatros Social, das Stadtteilzentrum Ribbeck-Haus, die Chance gGmbH und natürlich wir, die Viertelreporter.




















Stationen der Ausstellung:

Die Ausstellung MV KANN KUNST im ehemaligen Partyland im Märkischen Zentrum läuft weiter. Der Ausstellungsraum wurde verlängert bis 30. April 2026. Geöffnet ist die Galerie dienstags und donnerstags von 10 bis 16 Uhr. Zusätzlich ist an jedem letzten Samstag im Monat geöffnet.
Eigentlich war die Ausstellung MV KANN KUNST nur bis Ende 2025 geplant. Jetzt haben wir nun die Bestätigung, dass der Raum weiter genutzt werden kann. Damit bleibt ein Ort im Märkischen Zentrum, an dem Arbeiten aus dem Viertel gezeigt werden und Menschen beim Einkaufen ohne Eintritt vorbeischauen können.
Susanne Werth und Friedrich Barniske setzten auf Stimmen und akustische Instrumente und bewegten sich musikalisch zwischen Folk, Chanson, Swing, Jazz und Country. Ihr Repertoire reichte von eigenen Songs in mehreren Sprachen bis zu ausgewählten Interpretationen, immer nah am Wesentlichen der Musik.
Am Dienstag hat Ulli S mit Gitarre und poetischen Liedern den Raum gefüllt. Viele Menschen sind geblieben, haben zugehört und die Stimmung aufgenommen. Man hat gespürt, wie gut es tut, mitten im Einkaufsalltag einfach nur dazusitzen und Musik zu hören.
Am Donnerstag wurde es dann noch einmal ganz anders. Beim Flamenco mit Joya Sophia Horn war der vordere Bereich des Kunstraums rund um den Auftritt dicht gefüllt, einige saßen, andere standen, weitere schauten von draußen neugierig durch die Scheiben. Joya Sophia tanzte, dazu das Spiel des Streichinstruments ihrer Tochter, und zusammen haben sie die Aufmerksamkeit aller im Raum gebunden. Menschen haben mitgefiebert, geklatscht und genau hingeschaut.
Diese Stunde hat gezeigt, wie lebendig ein Viertel wird, wenn Kunst sichtbar wird und Menschen sich trauen stehenzubleiben, zuzuhören und sich berühren zu lassen.














Am Donnerstag, 4. Dezember 2025, gab es im Kunstraum von MV KANN KUNST im Märkischen Zentrum einen besonderen Nachmittag. Zwischen Staffeleien und Bildern trafen sich von 16 bis 18 Uhr Kunstschaffende, Mitwirkende und Unterstützende zu einer geschlossenen Dankesfeier. Eingeladen waren alle, die den Raum in den vergangenen Monaten mit aufgebaut und begleitet haben.
Eröffnet wurde die Runde von Helene und Stefan. In ihren Worten ging es darum, was dieser Ort für das Viertel bedeutet. Nicht nur als Ausstellungsfläche, sondern als Treffpunkt, an dem Menschen ins Gespräch kommen, die sich sonst wahrscheinlich nie begegnet wären.
Ein wichtiger Moment der Wertschätzung galt auch Ted Walle, dem Center Manager des Märkischen Zentrums. Er war der Einladung gefolgt und stand mit den Beteiligten mitten im Raum. Die Initiatorengruppe nutzte die Gelegenheit, sich bei ihm zu bedanken. Ohne seine Unterstützung gäbe es diesen Kunstraum nicht. Eine so große Ladenfläche im ehemaligen Partyland für ein nicht kommerzielles Projekt zur Verfügung zu stellen, inklusive der laufenden Kosten, ist keine Selbstverständlichkeit. Wer sich das klar macht, spürt, wie ernst er das Märkische Viertel nimmt.
In den Gesprächen wurde deutlich, wie viele unterschiedliche Menschen diesen Ort in den vergangenen Monaten genutzt haben. Manche kamen gezielt, weil sie Kunst lieben. Andere entdeckten die Ausstellung beim Einkaufen und blieben einfach stehen. Bauarbeiter schauten in der Pause vorbei, Kinder liefen neugierig zwischen den Bildern entlang, ältere Nachbarinnen setzten sich hin und nahmen sich Zeit. Es wurde von einer Besucherin mit Beeinträchtigung erzählt, die so begeistert war, dass sie von ihrer Betreuungsperson immer wieder in den Raum gebracht wurde und sich trotzdem nicht satt sehen konnte.
Später kamen auch einige Kunstschaffende zu Wort. Viele beschrieben, wie gut es tut, im eigenen Viertel ernst genommen zu werden. Sie erzählten von Begegnungen, von neuen Kontakten und von Freundschaften, die hier entstanden sind. Wiederholt fiel der Wunsch, dieses Netzwerk lebendig zu halten und sich weiter auszutauschen, auch über die Ausstellung hinaus.
Für das leibliche Wohl sorgte Orient Kitchen aus dem Hallenbad im Märkischen Viertel. Mit Essen und Getränken ließ sich in Ruhe sitzen, erzählen und lachen. Dabei kam auch der kleine Running Gag zur Sprache, dass in manchen Läden rund um das Märkische Zentrum zeitweise Pinsel und Farben knapp wurden. Viele Nachbarinnen und Nachbarn scheinen durch den Kunstraum Lust bekommen zu haben, selbst kreativ zu werden. Sogar eine Person aus der Organisation hat wieder zur eigenen Kunst gefunden und inzwischen eigene Bilder im Raum hängen.
Dieser Nachmittag war kein Abschied im klassischen Sinn, eher ein bewusstes Danke mitten im laufenden Projekt. Noch bis mindestens 20. Dezember bleibt die Galerie MV KANN KUNST geöffnet und lädt Menschen ein, hereinzukommen und in Ruhe zu schauen. Vielleicht spürst du beim nächsten Besuch, wie viel gemeinschaftliche Arbeit in diesen Wänden steckt. Und vielleicht erinnert dich dieser Raum daran, dass ein Viertel stärker wird, wenn Menschen ihre Ideen teilen und einander etwas zutrauen.
In diesem Raum musste niemand etwas beweisen. Es ging darum sich zu trauen einen Anfang zu machen und den Pinsel einfach mal loslaufen zu lassen. Sabine ist von Tisch zu Tisch gegangen hat geduldig erklärt gezeigt wie der Pinsel geführt werden kann und unterstützt wenn eine Idee noch nicht so richtig aus dem Kopf aufs Papier wollte. Am Ende stand jede Person mit einem eigenen Bild da auf das sie mit Recht stolz sein konnte.
Die Ausstellung MV KANN KUNST im ehemaligen Partyland im Märkischen Zentrum läuft noch bis Ende Dezember und zeigt Kunst aus der Nachbarschaft für die Nachbarschaft. Immer dienstags und donnerstags ist der Kunstraum von 10 bis 16 Uhr geöffnet.
Warst du schon in diesem Kunstraum oder kennst du jemanden dessen Werke dort hängen. Welche Art von Kreativität würdest du dir im Märkischen Viertel öfter wünschen. Vielleicht erinnert dich dieser Blick in den Raum daran dass Kreativität nicht von Talent abhängt sondern von dem Moment in dem du sagst ich probiere es einfach.









Im Ausstellungsraum im ehemaligen Partyland war am Nachmittag, den 13. November eine ruhige Stunde voller Musik zu erleben, denn Kalle trat dort mit seiner Gitarre auf und füllte den Raum mit warmen Klängen in der kühlen Jahreszeit.


















Im Ausstellungsraum von MV KANN KUNST, dem ehemaligen Partyland im Märkischen Zentrum, fand am Donnerstag den 13. November ein Workshop statt, der Menschen aus dem Viertel für eine Weile aus dem Alltag holte. Von 10:30 Uhr bis 12:00 Uhr führte Sabine Reichert durch eine Maltechnik, die Schicht für Schicht Tiefe erzeugt und am Ende von einem sanften Lichtschimmer getragen wird.
Die Teilnehmenden begannen mit einem hellen Hintergrund, auf dem sich Bäume nur zart abzeichneten. Nach und nach entstanden neue Ebenen, bis sich im Vordergrund kräftigere Formen zeigten. Sabine Reichert erklärte unterschiedliche Pinsel und zeigte, wie jeder Schritt funktioniert. Sie ging aufmerksam von Tisch zu Tisch, gab Hinweise, zeigte Bewegungen vor und half jedem einzeln, damit die eigene Bildidee sichtbar werden konnte.
Am Ende des Workshops sahen alle Bilder gelungen aus. Manche fein und zurückhaltend, andere mutiger und kräftiger. Jedes davon spiegelte nicht nur die Technik wider, sondern auch die Freude, für zwei Stunden in Farbe einzutauchen. Inmitten der laufenden Ausstellung wirkte diese Runde wie ein ruhiger Gegenpol, ein Moment, der zeigt, wie lebendig der Kunstraum inzwischen geworden ist.
Der Workshop war einer von vielen kleinen Bausteinen, die diese Ausstellung tragen. MV KANN KUNST ist längst kein bloßer Raum mehr. Es ist ein Ort, an dem Kunst geschieht, weil Menschen sich trauen, etwas auszuprobieren. Wer den Kunstraum betritt, spürt schnell, dass diese Offenheit ansteckend ist. Sie wächst still, ohne Druck, allein durch Begegnung und durch das Gefühl, dass Kreativität hier willkommen ist.
Vielleicht weckt dieser Einblick Lust, beim nächsten Mal selbst dabei zu sein. Denn manchmal genügt ein Pinselstrich, um zu merken, wie gut es tut, sich für einen Moment auf etwas Schönes zu konzentrieren. Und vielleicht erinnert so ein Vormittag daran, dass kreative Wege oft dort beginnen, wo jemand sagt: Probier es einfach aus.
Åsa Okutani und Christian Bauer spielten Jazz und schwedische Folklore; leise, einfühlsam, voller Weite. Draußen blieben Menschen stehen, hörten zu, manche kamen hinein, andere blieben einfach still und lauschten. Für eine Stunde schien das Märkische Viertel im gleichen Takt zu atmen. Das Video zeigt einen kurzen Ausschnitt dieses Nachmittags, ein Moment, der beweist, dass Kunst hier längst mehr ist als Ausstellung.
29.10.2025 – MV KANN KUNST – Ein Jahr später und es wächst weiter: Es begann mit einer Idee, die fast beiläufig in einer kleinen Runde entstand. Ein Gedanke, leise ausgesprochen, aber voller Sehnsucht: ein Platz für Kunst im Märkischen Viertel. Für Menschen, die gestalten, malen, fotografieren, Dinge erschaffen und diese vielleicht einmal zeigen möchten. Nicht, um zu verkaufen, sondern um sichtbar zu werden. Um Raum zu bekommen. So wuchs die Idee eines Kunstraums und mit ihr die Überzeugung, dass Kunst auch inmitten des Alltags Platz finden kann.

Ein Jahr später, ist dieser Raum Wirklichkeit. Der Kunstraum im Märkischen Zentrum ist kein exklusiver Ort, sondern einer, der im Herzen des Viertels liegt, dort, wo Menschen täglich vorbeigehen, einkaufen, reden, leben. Dass eine Ausstellung wie MV KANN KUNST überhaupt möglich wurde, verdankt sich auch dem Vertrauen des Managements des Märkischen Zentrums.
Am Mittwoch, den 29. Oktober, fand im Kunstraum ein Künstlerfrühstück statt, ein kleines, herzliches Treffen für alle, die an der Ausstellung beteiligt sind. Es war keine öffentliche Veranstaltung, sondern ein Moment der Gemeinschaft. Zwischen dampfenden Kaffeetassen und belegten Brötchen saßen die Künstlerinnen und Künstler inmitten ihrer Werke, während draußen der Alltag vorbeirauschte. Man sprach über die Ausstellung, über den Weg dorthin, über die Freude und manchmal auch die Mühe, Kunst zu zeigen.
Helene von der GESOBAU eröffnete das Frühstück mit warmen Worten, die die Stimmung der Runde gut trafen: Es war eine leise Anerkennung dafür, was hier entstanden ist, ein Ort, der Menschen verbindet, die vielleicht sonst nie zueinander gefunden hätten. In dieser Runde wurden Geschichten geteilt, die zeigen, wie persönlich der Weg zur Kunst oft ist.
Frau Dressler erzählte, wie sie mit der Kunst begann. Eigentlich waren es leere Wände, die sie nicht länger ansehen wollte. Also griff sie selbst zu Pinsel und Farbe und entdeckte darin etwas, das bleibt.
Eine Künstlerin sprach über ihren Weg zur Kunst, den sie nach einem gesundheitlichen Einschnitt fand. Das Arbeiten mit den Händen, das konzentrierte Gestalten, half/hilft ihr, den Blick vom Schmerz zu lösen und stattdessen Neues zu schaffen. Frau Reichert lachte, als sie von ihrem Beginn erzählte: Eine falsche Bestellung eigentlich sollten es Elektroteile sein, geliefert wurden Aquarellfarben. So begann sie ihr wahscheinlich schönstes Missgeschick. Frau Jungkuhn fand über einen Kurs der VHS Reinickendorf im Fontane-Haus wieder zur Kunst. Der Ruhestand, war der richtige Moment, endlich Dinge auszuprobieren, für die vorher keine Zeit blieb. Auch Hassan, ein Künstler ursprünglich aus dem Iran, sprach offen über seine Entwicklung, über seine Suche nach Ausdruck und Zugehörigkeit. Seine Worte erinnerten daran, dass Kunst oft eine Sprache ist, die jeder versteht, auch ohne Übersetzung.
Und dann war da Janey. Sie half ursprünglich nur bei der Organisation mit, bei der Präsentation und Umsetzung der Ausstellung. Doch mit jeder Begegnung, mit jedem Gespräch und jedem Bild wuchs in ihr etwas. Mit einem Schmunzeln erzählte sie, dass sie irgendwann einfach selbst mit dem Malen begonnen habe, wie angesteckt vom „Kunstraum-Virus“. Und sie lachte, als sie meinte, seit der Ausstellung würden im Viertel immer öfter Leinwände und Farben ausverkauft sein. „Bei Action sind die Acrylfarben ständig leer“ und alle im Kunstraum lachten.
Solche Momente zeigen, dass der Kunstraum längst mehr ist als eine Ausstellung. Er ist eine Bewegung geworden. Eine sanfte, unaufdringliche, aber stetig wachsende Welle, die Lust macht, selbst etwas zu schaffen.
Noch bis Ende Dezember bleibt MV KANN KUNST geöffnet. Wer möchte, kann eigene Werke einreichen, ganz gleich ob Malerei, Fotografie oder etwas völlig anderes. Es geht nicht um komerzielle Interessen, nicht um Wettbewerb. Es geht darum, Raum zu teilen. Zeit zu schenken. Kunst zugänglich zu machen, für alle, die vorbeigehen, stehenbleiben, schauen und vielleicht für einen Moment still werden.
Und vielleicht, ja vielleicht steckt dieser Raum wirklich an. Nicht mit einem Virus, sondern mit einer Idee:
Dass Kunst ansteckend ist, wenn sie ehrlich gemacht ist. Und dass sie genau dort hingehört, wo Menschen sind.








Der Graffitikünstler Mao brachte auf dem Stadtplatz seine Leinwand zum Sprechen – mit einem seiner bekannten Monkey-Charaktere, diesmal vor den Häusern unseres Viertels. Menschen blieben stehen, sahen zu, stellten Fragen oder schwiegen einfach. Aus Farbe wurde Begegnung. Aus einem Nachmittag – ein gemeinsamer Moment. 🖼️ Das fertige Werk ist ab sofort im Kunstraum im Märkischen Zentrum zu sehen, gemeinsam mit weiteren Arbeiten im Rahmen von MV KANN KUNST.
Wer den Weg dieser Ausstellung nachvollziehen möchte, findet hier die beiden Beiträge, aus denen alles gewachsen ist:
👉 Zeitreise im Märkischen Viertel – Die Ausstellung
👉 Künstlerisch gestaltete Bilder aus dem Märkischen Viertel – unsere Sammlung seit Jahren
👉 Zeig deine Werke – Aufruf zur Ausstellung
👉 Sammlung historischer Fotografien aus dem Märkischen Viertel
